Trotz Arbeitslosengeld eine private Krankenversicherung? Der Rechner zeigt wie es geht

arbeitslos pkvEine private Krankenversicherung lohnt sich auf mehrfache Weise: Sie profitieren von wesentlich mehr Leistungen als die gesetzliche Krankenversicherung bieten kann und Sie können Ihre Leistungen Ihren persönlichen Bedingungen anpassen. Ein kleiner Nachteil mag darin liegen, dass eine private Krankenversicherung manchmal teurer als eine gesetzliche Krankenversicherung ist. Vor allen Dingen stellt sich die Frage, wie man die Beiträge bezahlen soll, wenn man zum Beispiel arbeitslos wird. Was passiert mit der privaten Krankenversicherung, wenn man Arbeitslosengeld bezieht? Darf man weiterhin in dieser Versicherung bleiben oder muss man sie dann kündigen? Eine positive Antwort darauf lautet: Sie können unter besonderen Umständen in Ihrer Versicherung verbleiben.

Versicherungspflicht bei Arbeitslosigkeit

Sobald sich ein Arbeitnehmer arbeitslos meldet, gerät er in die gesetzliche Krankenversicherungspflicht. Dies bedeutet, dass Sie das Arbeitsamt bei einer gesetzlichen Krankenversicherung anmeldet. In der Regel geschieht dies bei der Versicherung, bei der Sie zuletzt gesetzlich versichert waren. Sollten Sie noch nie gesetzlich versichert gewesen sein, so würde das Arbeitsamt eine Gesellschaft für Sie heraussuchen. Allerdings haben Sie die Möglichkeit, sich innerhalb einer bestimmten Frist – wenn die daran geknüpften Voraussetzungen auf Sie zutreffen – von dieser Versicherungspflicht befreien zu lassen. In diesem Fall würde das Arbeitsamt dann ebenfalls einen Anteil zur Krankenversicherung übernehmen, jedoch nur in der Höhe, wie dies bei einer gesetzlichen Krankenversicherung anfallen würde. Welche Situation sich aus finanzieller Sicht besser für Sie eignet, erfahren Sie, wenn Sie einen Privaten Krankenversicherung Rechner nutzen. Diesen können Sie online nutzen und der Vorteil liegt darin, dass dieser anonym abläuft. Solch einen Rechner finden Sie unter http://www.pkvrechneranonym.de.

Voraussetzungen zum Verbleib in der privaten Krankenversicherung

Sie möchten auch dann in der privaten Krankenversicherung verbleiben, wenn Sie Arbeitslosengeld beziehen? Dann können Sie sich von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen, wenn Sie in den letzten fünf Jahren in einer privaten Krankenversicherung versichert waren. Allerdings müssen Sie hierfür eine Frist von drei Monaten berücksichtigen. Das bedeutet, Sie müssen innerhalb von drei Monaten – nach Beginn der Arbeitslosigkeit – einen Antrag auf Befreiung von der gesetzlichen Versicherungspflicht stellen. Arbeitnehmer, die das 55. Lebensjahr bereits vollendet haben und dann arbeitslos werden, dürfen gar nicht in eine gesetzliche Krankenversicherung wechseln. Sie bleiben auch dann privat versichert, wenn Sie arbeitslos sind. Sie haben nun Bedenken, dass Sie den Versicherungsbeitrag nicht zahlen können? Dann hätten Sie die Möglichkeit, den Tarif umzustellen oder auf ein paar Leistungen zu verzichten. Sie könnten zum Beispiel in den Basistarif wechseln, der die gleichen Leistungen beinhaltet wie eine gesetzliche Krankenversicherung. Der Vorteil liegt klar auf der Hand: Sie können nach der Arbeitslosigkeit sofort wieder in die private Versicherung wechseln. Gleiches gilt für die Situation, wenn Sie zwar in die gesetzliche Versicherung wechseln, aber eine Anwartschaft bei Ihrer privaten Krankenversicherung stellen. Auch in diesem Fall können Sie sehr schnell wieder in Ihren bisherigen Tarif wechseln – ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Ob Sie in der privaten Krankenversicherung während der Arbeitslosigkeit bleiben, hängt natürlich auch von der Aussicht ab, ob Sie nach der Arbeitslosigkeit wieder die Beitragsbemessungsgrenze überschreiten und daher privat versichert sein können. Dann lohnt es sich in jedem Fall, in der privaten Versicherung zu bleiben oder zumindest die Anwartschaft abzuschließen.